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5 Tage - 1 Team - 1 Haus! Vom 22. - 29. Mai 2011 war die BERA auf Baureise für die internationale Hilfsorganisation Habitat for Humanity.


20 Mitarbeiter haben eine Woche lang in Cluj (Rumänien) ein Haus für eine bedürftige Familie gebaut.

Der ungewöhnliche einwöchige Einsatz der Mitarbeiter auf der Baustelle wurde von einem Bibel TV Filmteam begleitet und dokumentiert. Die daraus resultierende zweiteilige Dokumentation wurde im September deutschlandweit auf dem christlichen Sender ausgestrahlt und steht ist nun auf der BERA-Webseite in Kurzform zu sehen.

 

22.Mai 2011



Am 22. Mai ist es soweit die BERA-Mitarbeiter starten Ihre 1.316 km lange Reise mit dem Flugzeug und Bus nach Cluj.


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1. Tag, Anreise



6 Uhr morgens, Flughafen München: Das Ziel vor Augen, Motivation im Herzen und Werkzeug samt Verbandszeug im Gepäck - die 20 BERA-Mitarbeiter sind bereit für ihre Mission. Nach einer achtstündigen Anreise sind alle angehenden Bauarbeiter gesund im Hotel angekommen. Gespannte Erwartung liegt in der Luft. In den Gesichtern ist die Anspannung und Aufregung gut erkennbar - oder doch nur die Auswirkungen vom Flugzeugessen? Nach einer Stadtführung, bei der letzte architektonische Impressionen für das Projekt eingeholt wurden, erfolgte die erste theoretische Einweisung in den Hausbau durch Habitat-Mitarbeiter. Am Abend laufen in der einfachen Unterkunft in Cluj die letzten Vorbereitungen...das Abenteuer beginnt...

Lesen Sie morgen mehr über die ersten Versuche, einen Nagel gerade in die Wand zu schlagen.



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2. Tag, Unterstützung von ganz oben



Der Arbeitstag beginnt mit dem offiziellen Einzug auf die Baustelle. Für die Unterstützung von ganz oben war auch schon der örtliche Pfarrer zur Segnung vor Ort. Wohl eine spontane Entscheidung der Bauleitung nach den Eindrücken der gestrigen Einweisung. Den ganzen Tag über schneite es Späne, es wurde gesägt, gehämmert, geschliffen, gefräst und sogar mit der Kettensäge haben mutige BERA-Mitarbeiter Ihren Einsatz gezeigt.
Dank der Tatkraft des gesamten Teams stellen sich bis zum Mittag trotz groβer Hitze erste Erfolge ein: Die Innen- und Auβenkonstruktionen sind bereits aufgestellt. Sogar das lokale Fernsehen kam bei der Baustelle vorbei, um dies zu filmen. Auβer dem einen oder anderen Sonnenbrand und kleineren Blessuren durch Stürze in den Baugraben sind keine gröβeren Unfälle zu verzeichnen und am Ende des Tages stehen sogar schon die kompletten Innen- und Auβenwände.
Trotz eines anstrengenden Tages sind alle super motiviert und haben sich als Ziel des morgen Tages gesetzt, die Dachkonstruktion fertig zu stellen und mit der heutigen Arbeit zu kombinieren.


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3. Tag, rumänische Hitze



Die Sonne brannte heftig über den Köpfen der wackeren Arbeiter. Zwei Sonnenstich-Ausfälle gab es zu verzeichnen, allerdings von den Bauspezialisten vor Ort - das BERA-Team steht nach wie vor in geschlossen Reihen. Das Tagesziel konnte auf Grund der Ausfälle aber leider nicht erreicht werden.

Viel Zeit kostete auch die Montage eines Gerüsts für den Ausbau der oberen Bereiche. Dieses musste zudem erst von einer anderen Baustelle abgebaut und zum BERA-Haus transportiert werden.

Schwierigkeiten bereiteten die vielen Detailarbeiten am Haus und die Tücken einer Baustelle, besonders auch wegen der Kommunikations- und Sprachprobleme zwischen Bauleitung und Ausführenden. Trotz der ersten kleinen Rückschläge bleibt die Motivation hoch.

Nach dem Tagewerk stand ein Besuch bei Familie Moldovan, die künftigen Bewohner des Hauses, auf dem Programm. Deren momentanes Heim besteht nur aus einem einzigen Raum mit 12 m², zudem gibt es kein fließendes Wasser, WC oder Bad. Die Bahnschienen sind nur zwei Meter vom Haus entfernt und in der kurzen Zeit des Besuchs fuhr drei Mal die Bahn lautstark vorbei. Ein weiterer Ansporn, schnell mit dem Haus fertig zu werden.



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4. Tag, Balancieren in schwindelnder Höhe



Ganz gleich ob Kettensäge, Stichsäge, Fräse oder große Bohrmaschine, mittlerweile haben alle im Team die Scheu (keine Gliedmaßen) vor den Baugeräten verloren. Neben den letzten Feinarbeiten an der Konstruktion (Verstärkungen, Verstrebungen, usw.) standen vor allem Dacharbeiten auf dem Programm. Dazu musste jeder auf das zuvor selbst aufgestellte Gerüst klettern. Mutig trotzten alle BERA-Bauarbeiter der Höhe.
Dank des schnellen Tagesfortschritts und der Höhenluft auf dem Dach herrschte bei allen gute und ausgelassene Stimmung. Zwei freiwillige meldeten sich sogar, nach offiziellem Bauende weiterzuarbeiten.
Die gute Laune steckte auch die Baustellennachbarn an. Sie verwöhnten die Arbeiter mit Meerrettich aus eigenem Anbau und Kuchen. 
In der Unterkunft gab es dann gleich die nächste Überraschung: Das rumänische Fernsehen sendete über das Bauprojekt in den Nachrichten.





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5. Tag, das hätte ins Auge gehen können



Die Dacharbeiten gehen gut voran. Alle balancieren mittlerweile mit schlafwandlerischer Sicherheit elegant auf Gerüsten und über Dachbalken. Höhenangst ist kein Thema mehr.

Wo gehobelt wird fallen aber auch Späne, bzw. Holzsplitter - und einer davon direkt in das Auge eines BERA-Bauarbeiters. Nach kurzer Beratung wurde ein Arzt hinzugezogen, der jedoch keine Schäden feststellte. Zur Klarstellung: Der Unfall war wirklich dem Holzsplitter geschuldet und geschah nicht etwa beim abendlichen Zusammensein, wie das T-Shirt des Betroffenen auf dem Foto eventuell nahelegt. Ansonsten gilt natürlich: Sicherheit geht vor und die Bauhelme haben schon die eine oder andere Schramme am Kopf abgewehrt.

Da das engagierte Bauteam dem Zeitplan etwas hinterherhinkt, hat es entschieden eine Stunde Schlaf zu opfern, um früher auf der Baustelle zu sein. Außerdem wurde einstimmig beschlossen, den geplanten Ausflug für Samstag gegen einen weiteren Tag auf der Baustelle zu tauschen, damit das Haus auch wirklich fertig wird.

Lesen Sie morgen, wie es auf die Zielgerade geht. 



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6.Tag, das Team hat es geschafft!



Ein langer Arbeitstag, von den frühen Morgenstunden bis 22 Uhr, und das ersehnte Richtfest liegt hinter unseren Bauarbeitern. Nach einer Woche harter Arbeit bei extremen Temperaturen (täglich wurden ca. 60 Liter Wasser getrunken) ist es nun vollbracht. Das BERA-Haus steht und wurde feierlich an die Familie Moldowan übergeben. Die Freude bei allen war groß und die Familie war sehr gerührt. Nach dem offiziellen Richtfest und der Übergabe des Hauses, wurden unsere Häuslebauer mit einem Geschenk überrascht: Einer prachtvolle Ikone aus Mosaiksteinen. Zudem wurde ihnen eine BERA-Haus Torte überreicht.

Trotz herumfliegender Äxte, Hämmer und Holzlatten sind glücklicherweise keine neuen Verletzungen zu vermelden. Ein Umstand, der auch die Berufsgenossenschaft beruhigt, die mehrmals täglich nervös in der Heimat nachfragte.



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29. Mai 2011



Eine bewegende Woche liegt hinter unseren BERA-Bauarbeitern. Alle sind müde, aber gesund und vor allem glücklich aus Rumänien zurückgekehrt. Ein letzter ergreifender Moment war die tränenreiche Verabschiedung von der Familie Moldovan, die sich jetzt auf ihr neues Heim freut.

Sie haben es geschafft: Ein ganzes Haus in einer Woche. Und die ganze BERA ist stolz auf das Vollbrachte!


KW 31



Nach der hervorragenden Vorarbeit der BERA-Mitarbeiter ist das BERA-Haus in Rumänien ist nahezu fertig gestellt. Bei der Außenisolierung fehlt nur noch der Zementverputz, der die Fassade versiegelt. Auch das Dach und die Innenisolierung sind nahezu vollständig, so dass nun bald die Elektriker an ihre Arbeit gehen können.

Der Einzugstermin hat sich nach der Absage zweier weiterer Freiwilligenteams leider etwas verschoben.


KW 36



Das Haus ist nun soweit fertig gestellt, dass nur noch die Anschlüsse an die Gas-, Wasserversorgung und an das Stromnetz installiert werden müssen.

Die BERA fährt am Freitag den 11.11 - 12.11.2011 wieder nach Cluj um die Familie zu besuchen und das fertige Haus zu besichtigen. Geplant ist auch eine Überraschung für die Familie.

KW 45 - BERA besucht Familie Moldovan



Das fertige Ergebnis kann einen doch stolz machen und Moldovans werden sich an dem neuen Haus auch noch lange erfreuen. Die besagte Überraschung war ein gemeinsamer Ausflug mit der ganzen Familie Moldovan zum Baumarkt. Dort durften sie sich Fließen für das Bad, die Küche und das Wohnzimmer auf kosten der BERA aussuchen. Die Freude über die gelungene Überraschung war deutlich zu sehen. Ein schöner Moment…




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