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Innovative Themen, hochkarätige Referenten und ein lebendiges Netzwerk von Unternehmern stehen beim BusinessForum in der Region Schwäbisch Hall-Crailsheim im Mittelpunkt.

 


 

HohenloherTagblattInnovative Themen, hochkarätige Referenten und ein lebendiges Netzwerk von Unternehmern stehen beim BusinessForum in der Region Schwäbisch Hall-Crailsheim im Mittelpunkt, das seit mehreren Jahren vom Wirtschaftsmagazin „Regio Business“ der SÜDWEST PRESSE Hohenlohe, vom HR-Spezialisten Bera und der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim ausgerichtet wird. Auch diesmal bemühten sich die Veranstalter um Aktualität und hohen Praxisbezug: Mit dem Titel „Tradition trifft auf Transformation“ stand die Veranstaltung ganz im Zeichen von Wandel und Veränderung. Über 100 Unternehmer besuchten die Veranstaltung.Innovative Themen, hochkarätige Referenten und ein lebendiges Netzwerk von Unternehmern stehen beim BusinessForum in der Region Schwäbisch Hall-Crailsheim im Mittelpunkt, das seit mehreren Jahren vom Wirtschaftsmagazin „Regio Business“ der SÜDWEST PRESSE Hohenlohe, vom HR-Spezialisten Bera und der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim ausgerichtet wird. Auch diesmal bemühten sich die Veranstalter um Aktualität und hohen Praxisbezug: Mit dem Titel „Tradition trifft auf Transformation“ stand die Veranstaltung ganz im Zeichen von Wandel und Veränderung. Über 100 Unternehmer besuchten die Veranstaltung.

Procter & Gamble, das Unternehmen hinter den Weltmarken wie Ariel, Pampers und Gillette stehen, öffnete erstmals in Crailsheim seine Pforten und präsentierte sich den Gästen des BusinessForums. „Wir sind P&G’s Denkfabrik und liefern globale, ganzheitliche und verknüpfte Lösungen“ – so eröffnete Werksleiter Christoph Hausser nach einer Werksführung den Abend.

Tradition trifft Transformation

Auch der Referent des Abends, Stephan Grabmeier, stellte in seinem Impulsvortrag dar, dass das digitale Zeitalter nicht mit den Management-Methoden der letzten Jahrhunderte gemeistert werden könne. Er proklamierte ein Upgrade der Betriebssysteme. Als Chief Innovation Evangelist bei der Haufe-Umantis AG und Experte für digitale Transformation berät er Vorstände und HR-Chefs.
Die Zuhörer beim BusinessForum bereitete Grabmeier mit einem möglichen Zukunftsszenario für das Jahr 2030 auf die anstehende Zeitenwende vor: Unternehmen rekrutieren Mitarbeiter mittels implantierter Bio-Chip-Daten, der Bundestag organisiert sich in Schwärmen, eine künstliche Intelligenz namens Quiri wird Vorstandvorsitzende eines DAX-Konzerns. Bei den Zuhörern war Verunsicherung zu spüren: Wie realistisch sind diese Entwicklungen in der Kürze der Zeit? Und in welche Richtung müssten sie ihre Unternehmen lenken, um die Veränderungen aktiv zu gestalten?

Digitalisierung als Treiber

Sein Arbeitgeber, die Haufe-Gruppe als familiengeführter Konzern, hat selbst einen umfangreichen und sehr erfolgreichen Wandel vom klassischen Verlag zum Beratungsunternehmen, Anbieter von Aus- und Weiterbildung, digitalen Arbeitsplatz- sowie fachbezogenen Software- und Onlinelösungen durchlebt. Die Idee bei Haufe sei gewesen: „Lieber kanalisieren wir uns selbst, bevor wir von anderen gefressen werden.“ Deshalb habe Haufe auch völlig neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt und neue Geschäftsfelder besetzt. Grabmeier empfahl jedoch eine integrierte Strategie, bei der neben der Kanalisierung und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle gleichzeitig auch das Kerngeschäft bestehen bleibt.

Auch was die Führung solcher mehrdimensionalen Organisationen betrifft, sah Grabmeier deutliche Unterschiede. Im traditionellen Bereich bedürfe es weiterhin eher einer klaren Führung, wohingegen im neuen Geschäft Eigenverantwortung dominiere und Teams anders gebildet würden.  „Wichtig für die Mitarbeiter sei das Wissen um die Strategie“, sagte der Referent.
Transformationsexperte Grabmeier provozierte: „Automatisierung, Roboting – alles kalter Kaffee. Wichtiger ist, welche Einstellung wir dazu haben.“ Deshalb beschäftige er sich auch nicht mit den technologischen Veränderungen der Digitalisierung, sondern vor allem mit der Disruption bestehender Geschäftsmodelle und dem Kulturwandel in den Unternehmen. Wer ein Unternehmen transformieren wolle, müsse also nicht nur die Prozesse, sondern das Verhalten Einzelner und damit auch der Gesamtorganisation ändern. „Digitale Transformation verstehen heißt neu denken zu lernen“, sagte der Referent.  Ohne die passende Unternehmenskultur kann keine erfolgreiche Veränderung gelingen – so lautete die wesentliche Erkenntnis des Abends.

Auch über den Vortrag hinaus stand der Referent Stephan Grabmeier den interessierten Gästen für den weiteren Austausch zur Verfügung. Denn neben den Impulsen und Anregung gehören die Networking-Möglichkeiten zu den festen Bestandteilen des BusinessForums. „Der Impulsvortrag, wie auch der anschließende Austausch mit anderen Entscheidern der Region hat mir wieder einmal gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, äußerte sich Brigitte Gröger, Prokuristin und Personalleitung der Gröger Entsorgungsfachbetriebe aus Crailsheim über die Veranstaltung.

Wandel aktiv mitgestalten

Auch Mitveranstalter und Bera-Geschäftsführer Bernd Rath griff in seinem Schlusswort auf, „dass wir den digitalen Wandel für den Wirtschaftsstandort Deutschland nutzen sollten“. Er kam direkt aus Berlin, wo er beim Digitalkongress der CDU/CSU mit führenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft über das Potenzial der Digitalisierung diskutiert hatte. „Als ein von Innovationen geprägter HR-Dienstleister haben wir Digitalisierung und Arbeit 4.0 bereits früh auf unsere Agenda gesetzt“, erklärte Rath. „Und wir freuen uns, als strategischer Partner unserer Kunden unseren Beitrag zu diesen wichtigen Zukunftsthemen leisten zu können.“

 

Quelle: Hohenloher Tagblatt; 05.072017