Wirtschaftsregion Heilbronn FrankenWirtschaftsregion Heilbronn-Franken

Umfrage des Personalexperten BERA liefert spannende Ergebnisse

 


 



 

Wirtschaftsregion Heilbronn Franken


Auch 2016 gelingt es vielen Unternehmen nicht, offenen Stellen mit geeignetem Fachpersonal zu besetzen. Internationale Fachkräfte könnten eine Lösung sein, doch sind die Unternehmen der Region dafür bereit? Dieser und weiterer Fragen nahm sich der regionale Arbeitsmarktgestalter BERA an und befragte mehr als 2.000 Unternehmensentscheider zum Thema „Internationale Fachkräfte für den Mittelstand“. Betriebe aller Brachen, Rechtsformen und Größen nahmen daran teil.

Die Auswertung der Studie zeigt deutlich, dass die befragten Unternehmen die aktuelle wirtschaftliche Lage als gut bewerten und durchaus positiv in die Zukunft blicken. Beinahe der Hälfte der Befragten war es allerdings nicht möglich, im laufenden Geschäftsjahr ihre offenen Stellen mit qualifizierten Bewerbern zu besetzen. Dies bereitet große Sorge, zumal sich der Personalbedarf im Jahr 2017 in den technischen Sparten sowie im Ingenieursbereich weiter erhöhen wird. Mit Abstand am meisten betroffen scheinen dabei produzierende Unternehmen sowie Firmen aus den Bereichen Verkauf und Vertrieb.

Beinahe 40 Prozent der Studienteilnehmer bestätigten, dass sie bereits verstärkt ausländische Mitarbeiter rekrutiert haben. Diese sind allerdings hauptsächlich im Helferbereich angesiedelt. Warum sind die Unternehmen nicht bereit auch internationale Fach- und Führungskräfte einzusetzen? Die Antwort findet sich in der Sprachbarriere. Obwohl fast 41 Prozent angeben, dass sie über multinationale Teams verfügen, die auch in einer anderen Sprache arbeiten (knapp 90% Englisch), ist bei der großen Mehrheit der befragten Unternehmen die deutsche Sprache wesentliches Kriterium.

Die Teilnehmer der Umfrage gaben keine bevorzugte Nationalität an, viel wichtiger ist ihnen, dass die Qualifikation, relevante Voraussetzungen sowie deutsche Sprachkenntnisse beim internationalen Personal gegeben sind.

Interesse an internationalen Fachkräften ist gestiegen

Gemäß der Befragung ist die Bereitschaft Fachkräfte aus dem europäischen Ausland einzusetzen insgesamt sehr groß. Erstaunlicherweise zeigen sich aber nicht die wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen am offensten, um Fachkräfte außerhalb der Landesgrenzen zu rekrutieren. Auch Firmen in prekären wirtschaftlichen Situationen scheinen eher zurückhaltend zu sein. Vielmehr sind es die Unternehmen, die ihre wirtschaftliche Situation als gut bzw. befriedigend einschätzen, die besonders interessiert sind. Außerdem widerlegte die Umfrage, dass Unternehmen, die selbst im Ausland agieren, auch eher internationale Fachkräfte einsetzen. Positiv zu vermerken ist, dass die befragten Firmen bereit sind, den internationalen Fachkräften, bei entsprechender Qualifikation, den gleichen Lohn zu zahlen, wie ihren Mitarbeitern aus Deutschland.

Rekrutierung internationaler Fachkräfte gestaltet sich schwierig

Die Gewinnung des internationalen Personales erfolgt auf ganz unterschiedlichen Wegen. Neben der zweitaufwändigen Ausschreibung auf internationalen Jobbörsen oder Karriereseiten scheint die Zusammenarbeit mit international gut vernetzten Personalvermittlern wie der BERA von größtem Erfolg.

„Die Umfrage zeigt, dass viele der regionalen Unternehmen bei der Rekrutierung ausländischer Fachkräfte an ihre Grenzen stoßen. Durch langjährige Erfahrungen, unseren Kontakten zu Arbeitnehmerverbänden in ganz Europa und einem speziellen Team im internationalen Recruiting ist es der BERA möglich, ihre Kunden mit qualifiziertem und individuell auf die Unternehmenssituation zugeschnittenem Personal zu unterstützen“, erklärt BERA-Geschäftsführer Bernd Rath.

Quelle: heilbronn-franken.de; 16.11.2016