Spielwiese für viele Kinder und einen Vater

Stimme HNEÖhringen Bera-Chef Bernd Rath hat den Spielplatz in der Cappelaue nicht nur gesponsert, sondern auch mitgestaltet.


Von unserem Redakteur Manfred Stockburger

Wozu braucht man bei der Einweihung eines Spielplatzes einen Clown? Um die 140 Kinder, die das Gelände in Besitz nehmen wollen, so lange zu beschäftigen, bis die Erwachsenen genug gesprochen und und das Absperrband durchgeschnitten hatten. Immerhin 400 000 Euro hat der Spielplatz nach
Angaben der Gartenschau GmbH gekostet − da ist es kein Wunder, dass der Clown bei der Einweihungsfeier jede Menge Beruhigungsarbeit zu leisten hatte.

Dann endlich durften die Kindergartenkinder aus Cappel und Kundenkinder des Personaldienstleisters Bera, der den Spielplatz finanziert hat, bei der Einweihungsfeier noch vor der Laga-Eröffnung den 2000 Quadratmeter großen Spielplatz mit der gestalterischen Überschrift Birkenhain und Libellen in Besitz nehmen. Und sie taten es.

Projektleiter Axel Rosenkranz vom Röttinger Spielplatzbauer und Bera-Kunden Eibe erläuterte beim Einweihungsfest die Geräte: Um einen elf Meter hohen Rutschenturm, der oben durch Gitter komplett abgesichert ist, spannen sich überdimensionale Kletterflügel. Ein Geflecht aus Seilen regt zum Krabbeln und Klettern an. Es gibt eine Schaukel und eine Wasserpumpe. Der Belag unter den niedrigen Kletterelementen besteht aus einer dicken Schicht Kieselsteinchen.

Aktiv

Bera-Chef Bernd Rath, seines Zeichens Wahl-Öhringer, ist als Vater von Kindern im passenden Alter zugleich Spielplatzexperte. An den Verhandlungen zur Gestaltung des Areals hat er aktiv mitgewirkt. "Der Spielplatz soll mindestens 30 Jahre halten", war die Forderung des Laga-Goldpartners. Zugleich soll er Raum bieten für Abenteuer. Und vielseitig sein. Große Kletternetze verbinden sich mit luftigen Sonnendächern, die optisch an die Welt der Insekten erinnern. Oder sind es doch Zebras? Laga-Geschäftsführerin Annette Stoll-Zeitler ist da flexibel. Hauptsache, den Kindern gefällt es.

Auch wenn die Gespräche nicht immer einfach gewesen seien: "Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen", sagt Laga-Geschäftsführer Erich Herrmann: "Der Bera-Spielplatz ist nicht nur der größte auf dem Gelände, sondern mit Sicherheit auch der schönste".

Oberbürgermeister Thilo Michler, ebenfalls von Haus aus Spielplatzexperte, betont, dass der Spielplatz "bewusst als neues Angebot zwischen zwei stadtnahen Wohngebieten platziert" worden sei. Da schließt sich wieder der Kreis zum Sponsor: "Wir wollten uns als Unternehmen aus der Region aktiv einbringen und haben diesen Spielplatz gerne unterstützt", sagt Rath: "Er erhöht die Attraktivität der Stadt als Wohnort für Arbeitnehmer."

 

 

 Quelle: Stimme.de // Hohenlohe, 20.04.2016.