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Teilqualifikation Maschinen- und Anlageführer - das ist ein Modell, das derzeit beim bfz in Ansbach läuft und von der Agentur für Arbeit finanziell gefördert wird.

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Teilqualifikation Maschinen- und Anlagenführer – das ist ein Modell, das derzeit beim bfz in Ansbach läuft und von der Agentur für Arbeit finanziell gefördert wird. Ziel ist es, ungelernte Arbeitnehmer oder solche, die schon länger nicht mehr in einem ehemals erlernten Beruf gearbeitet haben, fachlich zu qualifizieren. Nicht gleich mit einer kompletten Ausbildung, sondern schrittweise modular.
Teilqualifikation bedeutet, dass Ausbildungsinhalte in Themenfelder aufgesplittet werden, die dann einzeln und nacheinander besucht werden können. Für diejenigen, die sich eine komplette Umschulung nicht zutrauen, ist das eine gute Möglichkeit, in einer überschaubaren Zeit fachliche Kenntnisse zu erwerben.
Im konkreten Fall in Ansbach besuchen 16 Teilnehmer den Lehrgang des bfz, der im Februar begonnen hat und fünf Monate dauert. Ein Teil von ihnen sind Arbeitnehmer des Personaldienstleisters BERA. Sie haben bereits eine Einstellungszusage in der Tasche und sollen über das Zeitarbeitsverhältnis in einen unbefristeten Vertrag beim Möbelhersteller Speedmaster in Endsee bei Rothenburg einmünden. Dort findet bereits das Betriebspraktikum statt, das Bestandteil der Teilqualifizierung ist. Auch die übrigen Teilnehmer hoffen, dass sie durch das Praktikum in anderen Betrieben einen festen Arbeitsplatz finden.
Gerhard Wachmeier, Teamleiter im Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur in Ansbach, sieht die Teilqualifizierung zum Maschinen- und Anlagenführer als Chance für Arbeitskräfte ohne Ausbildung, sich in relativ kurzer Zeit für neue Tätigkeiten zu qualifizieren. Das gilt insbesondere auch für Quereinsteiger aus anderen Bereichen. Hinzu kommt als weiterer Pluspunkt, dass Maschinen- und Anlagenführer in den verschiedensten Branchen einsetzbar sind, nämlich überall dort, wo Produktionsmaschinen stehen.
Selbst wenn es bei der Teilqualifizierung zunächst bei Modul 1 bleibt (dahinter verbirgt sich das Themenfeld „TQ 1 Bauteile und Baugruppen herstellen“) und danach zunächst keine weiteren Module besucht werden – die Teilnehmer haben hinterher nicht nur ein anerkanntes Zertifikat in der Hand. Sie können auch mehr als „einfache“ Maschinenbediener, zum Beispiel Störungen analysieren und beheben. Außerdem erwerben sie im Lehrgang CNC-Kenntnisse.
Für Arbeitgeber sind solche Leute also sehr interessant, so dass Teilqualifizierungen künftig häufiger angeboten werden sollen. Nicht nur für Arbeitslose, sondern insbesondere auch für Beschäftigte ohne (verwertbare) Ausbildung. Sie können über das Programm WeGebAU gefördert werden, d.h. die Agentur übernimmt die Lehrgangskosten und einen Teil des Arbeitsentgelts für die wegen der Qualifizierung ausgefallene Arbeitszeit (Arbeitsentgeltzuschuss).
Die Erfahrungen mit früheren Teilqualifizierungen zeigen, dass diese tatsächlich zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung führen können. Die Arbeitnehmer besuchten bisher zwar kaum mehrere Module hintereinander. Aber einige machten ihre Abschlussprüfung im Rahmen der Externenprüfung. Der Vorbereitungslehrgang darauf kann ebenfalls durch WeGebAU gefördert werden.
Wenn Sie sich als Arbeitgeber für eine solche (oder auch eine inhaltlich andere) Qualifizierung ihrer Mitarbeiter interessieren, rufen Sie uns an. Die Liste der Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service finden Sie am Ende dieses Newsletters.

 

Quelle: ba-arbeitgebernews.de, 07. April 2015