PM Heilbronner Gespräche grauer rand

Wichtige Konsequenzen für die Unternehmenspraxis

Warum ist die Gesetzesänderung für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung?
Rath:
Die Zeitarbeit ist unverzichtbar für die Flexibilität der deutschen Wirtschaft. Wer bei Inkrafttreten der AÜG-Reform nicht von der Komplexität der Gesetzesänderung überrumpelt werden will, sollte sich bereits jetzt Gedanken machen und Maßnahmen ergreifen, damit er auf der sicheren Seite ist.

Welches sind die wesentlichen Eckpunkte der Gesetzesnovellierung?
Rath:
Hauptpunkt der Änderungen ist die Gleichbezahlung ("equal pay") der Zeitarbeitnehmer nach neun Monaten Einsatz. Bereits jetzt werden diese in den meisten Branchen gleich bezahlt wie die Stammbelegschaft. Dies regeln die 2012 eingeführten Branchenzuschläge. Künftig wird dies gesetzlich verankert sein. Zweiter wesentlicher Punkt ist die Begrenzung der Höchstüberlassung auf 18 Monate, d.h. ein Zeitarbeitnehmer darf maximal 18 Monate im selben Einsatzunternehmen bleiben.

Das neue Gesetz tritt zum 1. Januar 2017 in Kraft, doch was ist mit bestehenden Einsätzen, die ins neue Jahr hinein laufen?
Rath:
Diese werden nicht berücksichtigt. Bei ununterbrochenem Einsatz können gesetzliche Equal Pay-Ansprüche somit frühestens nach dem 30.09.2017 entstehen und die Höchstüberlassungsdauer wird frühestens mit Ablauf des 30.06.2018 erreicht.

Wie wird das Arbeitsentgelt vergleichbarer Stammmitarbeiter ermittelt?
Rath:
Geht der Einsatz eines Zeitarbeitnehmers über neun Monate hinaus, ist das Mitwirken des Entleihbetriebs erforderlich - zumal dieser auch subsidiär haftet. Hier muss das Arbeitsentgelt vergleichbarer Stammbeschäftigter im Überlassungsvertrag fixiert sein.
Ein Verstoß gegen die Kennzeichnungs-/Konkretisierungspflicht stellt eine Ordnungswidrigkeit sowohl des Zeitarbeits- wie auch des Kundenunternehmens dar und kann Bußgelder bis zu 30.000 Euro nach sich ziehen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Gesetzgeber bisher keine klare Definition für Equal Payment bzw. Equal Treatment geschaffen hat. Zum Arbeitsentgelt der Stammbeschäftigten zählen neben dem Lohn auch sonstige, lohnrelevante Leistungen (wie z.B. Jahressonderzahlungen, Zulagen, Prämien, Bonuszahlungen, arbeitgeberseitige Zuschüsse zu betrieblichen Altersversorgungssystemen usw.). Diese sind ebenfalls nach dem neunten Monat zu vergüten.

Was ist bei Einsatzunterbrechungen?
Rath:
Unabhängig von dem Zeitarbeitsunternehmen, das den Mitarbeiter verleiht, muss der letzte Einsatz des Zeitarbeitnehmers bei demselben Entleihbetrieb mehr als drei Monate zurückliegen. Sollte der Unterbrechungszeitraum kürzer sein, werden bisherige Einsatzzeiten angerechnet bzw. aufsummiert bis die maximale Höchstüberlassungsdauer erreicht ist.

Was passiert, wenn die Höchstüberlassungsdauer überschritten wurde?
Rath:
Die tagesgenaue Überwachung ist eine der wesentlichen Herausforderungen für  Zeitarbeits- wie auch Kundenunternehmen, denn der Zeitarbeitnehmer geht nach Überschreitung der Überlassungsfrist automatisch in ein Beschäftigungsverhältnis mit dem Entleihbetrieb über. Lediglich der Zeitarbeitnehmer kann durch schriftliche Erklärung (Widerspruchsrecht) binnen eines Monats das Entstehen eines solchen Arbeitsverhältnisses verhindern, indem er gegenüber dem Entleiher erklärt, dass er an seinem bisherigen Arbeitsverhältnis mit dem Zeitarbeitsunternehmen festhält. Der erklärte Widerspruch führt zwar dazu, dass nach Überschreiten der Höchstüberlassungsdauer kein Arbeitsverhältnis mit dem Kunden zustande kommt, die Folgen der zulässigen Höchstüberlassung hat jedoch weitere rechtliche Konsequenzen für das Zeitarbeitsunternehmen (Bußgeld von bis zu 500.000 Euro, plus Verlust der AÜ-Erlaubnis).

Wie kann der Entleihbetrieb vorsorgen?
Rath:
Bereits durch die Auswahl und Zusammenarbeit mit einem wirtschaftlich soliden und zuverlässigen Personaldienstleister minimieren Unternehmen das Risiko der Subsidiärhaftung. Denn der Entleiher übernimmt unmittelbar die Haftung für Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und Zahlungen der Berufsgenossenschaft, wenn das Zeitarbeitsunternehmen zahlungsunfähig ist - so z.B. bei Rechtsverstößen des Dienstleisters. Wer also Prozess- und damit Rechtssicherheit haben möchte, muss sich nach einem seriösen und finanziell starken Personaldienstleister umsehen, der professionell organisiert ist und eine umfassende IT-Infrastruktur hat. Nur mit einem leistungsfähigen HR-Partner sind die zahlreichen, rechtlichen Fallstricke der Arbeitnehmerüberlassung auch nach der Novellierung zu umgehen.

Wie schätzen Sie, Herr Rath, die Zukunft der Personaldienstleistung ein?
Rath:
In einer durch steigende Unsicherheit, Wandel, Agilität, Komplexität und Digitalisierung geprägten Arbeitswelt wird das Instrument der Zeitarbeit immer wichtiger, die Abwicklung immer anspruchsvoller, die Dienstleistung nur in Einzelfällen teurer.

Wir bedanken uns für das Interview!


Kurzprofil BERA
Das Leistungsspektrum des inhabergeführten und wirtschaftlich unabhängigen HR-Dienstleisters BERA GmbH reicht von der klassischen Zeitarbeit über die Personalberatung sowie die Vermittlung bzw. Überlassung von Fach- und Führungskräften bis zum Management von Master Vendor- und On-Site-Projekten. Zum Unternehmen gehören außerdem die MEDICALBERA, das Erste Deutsche Zentrum für Leistungsmanagement sowie das unternehmenseigene Schloss zu Hopferau.
Die BERA versteht sich als Arbeitsmarktgestalter und strategischer Partner mit nachhaltigen HR-Lösungen, von denen Kunden wie Mitarbeiter gleichermaßen profitieren. Auf Grund ihrer werteorientierten Firmenphilosophie sowie hohen Service- und Beratungsqualität wurde die BERA bereits mehrfach von unabhängigen Institutionen ausgezeichnet.
Mit Standorten im Allgäu, Bad Mergentheim, Crailsheim, Eisenach, Heilbronn, Hohenlohe, Ingolstadt, Obersontheim, Rothenburg o.d.T., Schwäbisch Hall und Wertheim gehört die BERA zu den größten Arbeitgebern Heilbronn-Frankens.


Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bera.eu oder direkt über:
    
BERA GmbH  
Christian Schweikardt (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Lohtorstraße 2
74072 Heilbronn
07131 / 59436 – 14
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www.facebook.com/beragmbh
https://www.xing.com/company/beragmbh
Das zum HR-Experten BERA zugehörige Erste Deutsche Zent-rum für Leistungsfähigkeit hat sein erfolgreiches Konzept erwei-tert und noch stärker auf die Anforderungen der Unternehmen zugeschnitten. Die auf Grundlage valider und evidenzbasierter Aussagen der Neurobiologie geschaffene Art der biologischen Personalentwicklung sucht deutschlandweit ihresgleichen. Das Hauptaugenmerk des neuen Programms liegt auf den Themen Führung und Change aus neurobiologischer Sicht. 
 
Der gravierende Wandel in der Arbeitswelt, die bevorstehende Wirt-schaft 4.0 und die damit einhergehende Digitalisierung bringen we-sentliche Veränderungen für das Personalmanagement mit sich. Zu-nehmende Komplexität, steigende Wissensintensität sowie Verände-rungsgeschwindigkeit rücken die immer kostbarer werdende Res-source Mensch in den Mittelpunkt. Daher hat es sich das Erste Deut-sche Zentrum für Leistungsfähigkeit zur Aufgabe gemacht, Füh-rungskräfte und ihre Mitarbeiter fit für die Anforderungen des heuti-gen Arbeitslebens zu machen und deren Leistungsfähigkeit zu stei-gern.
 
Leistungsfähigkeit sichtbar machen
Das „Lab & Leadership“-Programm erweitert die klassische pädago-gische und psychologische Führungskräfteentwicklung um eine hor-monelle Messung. Anand von Laborwerten können die Coaches und Ärzte rund um Zentrumsleiter Dr. Sebastian Spörer exakte Aussagen über individuelle Leistungsfähigkeit und Führungsskills treffen. So-wohl die Aktivität des Gehirns, als auch die Konzentration der Hor-mone im Blut geben auf medizinischer Basis einen profunden Ein-blick, um Führungskräfte gezielt in ihrer Entwicklung zu fördern. Das Programm ist objektiv und nachvollziehbar. Es bietet den Teilneh-mern neben einer Zunahme der Entscheidungsqualität sowie einer schnelleren und vor allem besseren Lösungsfindung auch eine Stär-kung der Beziehungsebene zwischen Mitarbeitern, Kollegen und Kunden. Führungskräfte haben so die Chance, nicht nur ihre eigene Leistungsfähigkeit zu steigern, sondern auch, das erlernte Wissen an ihr Team weiterzutragen. Große Vorteile des einzigartigen Konzepts sind vor allem die langfristige Betreuung der Teilnehmer und die In-dividualität des Leistungsangebotes, denn dieses wird speziell auf die Bedürfnisse eines Unternehmens angepasst. 
 
Moderner Webauftritt
Mit der Erweiterung des Programms wurde auch der Webauftritt des Ersten Deutschen Zentrums für Leistungsmanagement erneuert. Dieser orientiert sich an Trends und Konventionen modernster Web-designs. Eine bediener-freundliche und vor allem übersichtliche Glie-derungsstruktur leitet unkompliziert durch die vielfältigen Inhalte und Angebote. Neben dem „Facelift“ stand die Anpassung auf neueste Technikstandards im Vordergrund. Modernes Responsive Webdesign ermöglicht es nun, sich unabhängig vom Endgerät ohne Funktions- oder Qualitätsverlust über diese völlig neue Art der Personal-entwicklung zu informieren. Damit richtet sich der zum HR-Experten BERA gehörende Geschäftsbereich konsequent auf die Anforderun-gen der stetig steigenden mobilen Internetnutzung aus.
 
Kurzprofil BERA
Das Leistungsspektrum des inhabergeführten und wirtschaftlich unabhängigen HR-Dienstleisters BERA GmbH reicht von der klassischen Zeitarbeit über die Per-sonalberatung sowie die Vermittlung bzw. Überlassung von Fach- und Führungs-kräften bis zum Management von Master Vendor- und On-Site-Projekten. Zum Unternehmen gehören außerdem die MEDICALBERA, das Erste Deutsche Zentrum für Leistungsmanagement sowie das unternehmenseigene Schloss zu Hopferau. 
Die BERA versteht sich als Arbeitsmarktgestalter und strategischer Partner mit nachhaltigen HR-Lösungen, von denen Kunden wie Mitarbeiter gleichermaßen profitieren. Auf Grund ihrer werteorientierten Firmenphilosophie sowie hohen Ser-vice- und Beratungsqualität wurde die BERA bereits mehrfach von unabhängi-gen Institutionen ausgezeichnet. 
Mit Standorten in Bad Mergentheim, Crailsheim, Eisenach, Füssen, Heilbronn, Ingolstadt, Kempten, Obersontheim, Öhringen, Rothenburg o.d.T., Schwäbisch Hall und Wertheim gehört die BERA zu den größten Arbeitgebern Heilbronn-Frankens.
 
 
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