BusinessForum zu Gast bei marbet in der Fassfabrik

Über 100 Entscheider der regionalen Wirtschaft trafen sich am 23.10.19 in den neu eröffneten Veranstaltungsräumen der Fassfabrik sowie der marbet Denkwerkstatt auf dem Karl-Kurz-Areal in Schwäbisch Hall zum 9. BusinessForum. Von der RegioBusiness, der Sparkasse Schwäbisch Hall – Crailsheim, und dem HR Spezialisten BERA zum Vortrag von Network Thinking Experten Professor Ulrich Weinberg geladen, erfuhren die Teilnehmer, warum ein radikaler Paradigmenwechsel notwendig ist und wie die digital-kollaborative Arbeitswelt funktioniert.

Mit der Wahl des Veranstaltungsorts ist den Initiatoren des BusinessForum wieder eine besonders erfolgreiche Kombination aus Location und Thema, Theorie und Praxis sowie Gegenwart und Zukunft gelungen.
Das aus dem Dornröschenschlaf erwachte Gebäude der ehemaligen Fassfabrik ist heute zu einem hochmodernen, von der Schwäbisch Hall Facility Management GmbH betriebenen, Tagungs- und Kongresszentrum sowie zur Heimat der zur Würth Gruppe gehörenden Live-Kommunikationsagentur Marbet geworden.
Das behutsam modernisierte Gebäude besticht durch den Kontrast aus historischem Industriecharme und modernen Elementen. Neben den Büro- und Veranstaltungsräumen befindet sich im Untergeschoss die neue marbet Denkwerkstatt m.next.
Interessierte hatten zu Beginn des Abends die Möglichkeit, von m.next Direktor Detlef Altenbeck und SHFM Eventmanager Bernd Rieger durch das revitalisierte Gebäude geführt zu werden. Ein besonderes Highlight dabei war der große Festsaal und die vernetzten Tagungsräume.

BusinessForum SHA Altenbeck Fuehrung
Detlef Altenbeck (marbet) führt die Gäste des BusinessForums durch die ehemalige Fassfabrik.

Nach der Begrüßung durch marbet Geschäftsführer Ralph Herrmann stellte BERA Gründer Bernd Rath den Referenten des Abends Professor Ulrich Weinberg vor. Er leitet seit über 12 Jahren das Hasso Plattner Institut für Design Thinking in Potsdam und setzt mit Studenten aus verschiedensten Disziplinen erfolgreich Projekte für Forschung, Verwaltung und Industrie um.
Rath betonte die Wichtigkeit des Vortragsthemas „Vernetzt denken und handeln – gemeinsam erfolgreich!“ für unsere von digitaler Vernetzung und wachsenden Ansprüchen geprägten Arbeitswelt.

Kreativ, kritisch denkend, kommunikativ und kollaborativ
Zu Beginn stellte Prof. Weinberg sich selbst aber vor allem das Potsdamer Institut und die dort umgesetzten Projekte vor. Das privat finanzierte HPI hat mittlerweile Standorte in New York, Nanjing, Haifa und Kapstadt. Die Idee des vernetzten Arbeitens hat Hasso Plattner an der Stanford Universität kennengelernt und mit seinem Institut nach Deutschland gebracht. Jährlich durchlaufen etwa 1.120 Studenten aus 70 Disziplinen das Design Thinking Zertifikatsprogramm und etwa 3.000 Professionals werden berufsbegleitend weitergebildet. Dabei wird ausschließlich in Teams gelernt und gearbeitet die dazu angehalten werden sich gegenseitig zu inspirieren und aktiv „Ideenklau“ zu betreiben. Prof. Weinberg nennt diese Art der Arbeit „Team of Teams“. Eine Struktur, die auch so gut funktioniert, weil der Betreuungsschlüssel mit 1:3, eine schnelle Lösung von Konflikten und Vermittlung zwischen den Disziplinen ermöglicht.

Digital und vernetzt arbeiten
Diese interdisziplinären Teams arbeiten gemeinsam an Zukunftsprojekten für Unternehmen wie Allianz, Aral, IKEA, Veigel oder Bundesministerien und die Polizei, die die entwickelten Prototypen und Ideen dann meist Inhouse weiterverfolgen. Für Prof. Weinberg und das HPI bedeutet das, sich jedes halbe Jahr mit völlig neuen Themenkomplexen zu beschäftigen, so bezeichnet er sich scherzhaft als Professor für alles Mögliche.
In Anlehnung an Industrie 4.0 nennt Prof. Weinberg mittlerweile auch das Kernstück seines Instituts Design Thinking 4.0. Diese Analogie schafft er, um zu verdeutlichen, wie wichtig diese Arbeitsweise in der digitalisierten Wirtschaft ist. Denn die vernetzte Technik und Ihre User stehen im krassen Gegensatz zu den analogen, hierarchischen Strukturen die in Schulen, Industrie und Verwaltung alltäglich sind. Ähnlich wie der Brockhaus dem Internet gegenübersteht, wenn es um die Archivierung und Strukturierung von Wissen geht. Diesen Wandel müssen Unternehmen vollziehen, Prof. Weinberg, kann dabei auch kein universelles Patentrezept geben aber zumindest eine Prämisse: „…es muss schnell passieren!“.

Aufforderung zum Paradigmenwechsel
Das Network Thinking nicht nur in der (Hochschul-)Pädagogik funktioniert hat Weinberg in zahlreichen Projekten bewiesen. Es basiert auf drei Kernelementen: Den Methoden des Designprozesses, mit seinen beständig iterativen Prozessen, Prototypen, Tests und Auswertungen, multi-disziplinären Teams die kollaborativ mit anderen Teams zusammenarbeiten und so Fachabteilungen ablösen sowie dem dritten Element dem Raum. Denn der überwiegende Teil der Räume ist zur Zeit des analogen Arbeitens entstanden, was sich an Aufteilung und Möblierung zeigt.
Diese kulturellen Komponenten der digitalen Transformation und deren Umsetzung bezeichnete Prof. Weinberg in seinem Vortrag als größte Herausforderung, denn sie gehen an die Struktur unserer Organisation und unseres Denkens.

Freiraum für neue Ideen und Lösungen
Mit dem Stichwort Raum schloss sich am Veranstaltungsabend auch der Kreis zur marbet Denkwerkstatt m.next, die Unternehmen Freiraum zum Nach-, Vor- und Querdenken bzw. zur kreativen Ideenentwicklung anbieten und die Thesen von Prof. Weinberg für die regionale Wirtschaft maßgeschneiderte und kreative umsetzt. Auch die Büroräume der Marbet sind modular, mit zweckdienlichen Möbeln ausgestattet und erlauben Einzel- bzw. projektbezogenen Gruppenarbeit. Einladende Meetingräume und eine zentrale Küche fördern den zufälligen Austausch.
Mit Ideen für das eigene Unternehmen, Kooperationen und Events im Kopf diskutierten die Gäste des BusinessForum noch bis in den späten Abend bei Getränken und exklusiven kulinarischen Kleinkunstwerken.

Der Referent
Prof. Ulrich Weinberg leitet seit 2007 die School of Design Thinking am Hasso Plattner Institut in Potsdam und begleitet die d.school in Stanford, Peking und Stockholm. Er gilt als der deutsche Vordenker im Network Thinking und unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt in digitalen Tranformationsprozessen.

BusinessForum SHA Weinberg Vortrag
Prof. Ulrich Weinberg (HPI) während seinem Vortrag

Die Initiatoren
Das BusinessForum wird seit vielen Jahren erfolgreich von der Sparkasse Schwäbisch Hall - Crailsheim, dem Wirtschaftsmagazin RegioBusiness und dem HR-Spezialisten BERA ausgerichtet. Die drei Veranstalter präsentieren innovative Themen, hochkarätige Referenten und bieten wertvolle Impulse sowie ein lebendiges Netzwerk für Unternehmensvertreter.

BusinessForum SHA Initiatoren
 v.l. Ralph Herrmann und Detlef Altenbeck (marbet), Klaus Ehrmann (Sparkasse), Referent Prof. Ulrich Weinberg (HPI), Thomas Radek (Hohenloher Druck- und Verlagshaus) und Bernd Rath (BERA)

Kurzprofil BERA
Das Leistungsspektrum des inhabergeführten HR-Dienstleisters BERA GmbH reicht von der Personalberatung über die Vermittlung bzw. Überlassung von Fach- und Führungskräften bis zur Koordination von Industrieservice- und komplexen Managed Service Projekten sowie innovativen Personalentwicklungsmaßnahmen.
Die BERA betreibt Büros im Allgäu, Bad Mergentheim, Crailsheim, Eisenach, Heilbronn, Obersontheim, Rothenburg o.d.T., Schwäbisch Hall und Wertheim.
Zum Unternehmen gehören außerdem das Erste Deutsche Zentrum für Leistungsmanagement sowie das unternehmenseigene Schloss zu Hopferau.
Die BERA versteht sich als Arbeitsmarktgestalter und strategischer Partner mit nachhaltigen HR-Lösungen, von denen Kunden wie Mitarbeiter gleichermaßen profitieren.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bera.eu oder direkt über:

BERA GmbH
Barbara Zartmann-Röhr (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Lohtorstraße 2
74072 Heilbronn
07131/59436-11
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