BusinessForum zu Gast bei Voith Turbo in Crailsheim

Trotz drückender Hitze trafen sich 120 Unternehmensentscheider zum BusinessForum beim Antriebs- und Bremssysteme Geschäftsbereich VOITH Turbo in Crailsheim. Anlass war der Vortrag von Digital-Entrepreneur Christian Baudis zum Thema „Mensch und Maschine – Zeit der Kollaboration“, der zum Austausch anregte, denn die anwesenden Gäste diskutierten anschließend noch bis spät in den Abend über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeiten und Leben.

Die Führung durch die hochmodernen Fertigungshallen des global agierenden Maschinenbau-Konzerns war ein Highlight für die Teilnehmer. Auch Ex-Google-Deutschlandchef Christian Baudis zeigte sich begeistert. Im Vortragsraum begrüßte dann der 7-Achs-Roboter „Panda“ vom Voith Kooperationspartner Franka Emika, die von der Werksführung kommenden Gäste.

Der Konzernbereich Voith Turbo setzt schon seit ca. zwei Jahren auf einen digital vernetzten Werksverbund der Aufgaben, Knowhow und Kompetenzen global in den Voith Standorten verteilt. Eine der größten Aufgaben der konsequenten Digitalisierung ist es Wissen und Maschinen sowie Produktionskapazitäten global zu verwalten, zu steuern und zu verteilen. Thematisch erstreckt sich die Digitale Agenda über Felder wie Advanced Analytics, Machine Learning, Sensorik, Smart Factory und Smart Devices. Pünktlich zum 150-jährigen Jubiläum wurde Voith Turbo Ende 2017 als „Fabrik des Jahres“ in der Kategorie „Hervorragendes Produktionsnetzwerk“ ausgezeichnet. Werkleiter Jürgen Rieger erläuterte in seiner Unternehmenspräsentation, was agile und innovative Produktion bei Voith Turbo in Crailsheim bedeutet. Er stellte die gesamt Voith Unternehmensgruppe vor und betonte die hervorragenden Arbeitsschutzmaßnahmen in seiner Produktion.

Im Name der drei Veranstalter des BusinessForums, der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, der Wirtschaftszeitung RegioBusiness und dem HR-Spezialisten BERA GmbH, begrüßte dann Sparkassen-Vorstand Klaus Ehrmann die Gäste und stellte die enge thematische Verbundenheit der von Voith gelebten digitalen Praxis und den Inhalten des nachfolgenden Vortrags heraus.

Futurist Christian Baudis der mit seiner Firma MyDigital mittlerweile vor allem in den USA und Asien auf der Suche nach neuen innovativen Tech-Start-Ups ist, sieht in der Digitalisierung eine exponentielle Entwicklung, bei der Mensch und (digitale) Maschine immer enger rücken. Vom Großrechner, über den PC zum Smartphone bis hin zum Haushaltsroboter und Sensorenpflaster. Vier Megatrends sind auszumachen, Robotik und autonome Fahrzeuge, Big Data in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen, Sensorik und eHealth.
BF CR Voith Mensch Maschine Kollaboration Christian Baudis
 Christian Baudis auf der Voith Bühne.

Die Rolle Europas
Seiner Meinung nach ist Europa gerade dabei die globale Digitalisierung zu verschlafen, die Innovationen kommen aus den USA und produziert wird in Asien. Da bleibt die Frage nach der Rolle Europas, wollen wir Absatzmarkt, Zulieferer oder Innovator sein. In Deutschland wird sich gerade noch auf Innovationen aus den letzten drei Generationen ausgeruht, die Bereitschaft ein Risiko einzugehen und Kapital bereitzustellen ist gering. So wandern Innovationen ab. Restriktiver Datenschutz und die Automobilindustrie sind bremsende Faktoren für deutsche Innovationen in den Gebieten Maschinellem Lernen, alternativen Antrieben und autonomen Fahren.

Große Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt wird die digitale Automatisierung in der Produktion, dem Gesundheitswesen und im Bereich der klassischen Sachbearbeitung haben. So können bei der Allianz schon jetzt 80% der versicherungsrelevanten Schadensfälle über eine bilderkennungsfähige App abgewickelt werden. Es mangelt nur an der Akzeptanz, was vor allem eine Generationenfrage ist.

Umgang mit Daten und lernende Maschinen
Immer wichtiger wird auch die sinnvolle Datenverdichtung, wenn Künstliche Intelligenz und lernende Maschinen Millionen von Sensordaten und Nutzerinformationen verarbeiten, ergeben sich völlig neue Einsatzgebiete und Geschäftsfelder. Zuverlässige Voraussagen machen zu können, wird den Erfolg bestimmen, so steigt Amazon gerade in den britischen und indischen Versicherungsmarkt ein. Denn eine Risikobeurteilung anhand des individuelle Konsumverhaltens kann unter Umständen sehr genau sein. Wer Action Filme oder Extremsport auf Amazon Prime sieht, ein Trampolin oder Motorradzubehör bestellt, bekommt dann eine Lebensversicherung präsentiert oder muss mit einer Beitragserhöhung rechnen.

Wenn lernende Maschinen immer zuverlässiger Bilder und Biometrische Daten analysieren können, wird das Gesundheitssystem entlastet. Eine Zweitmeinung wird günstig und unmittelbar verfügbar sein, Radiologen und Hautärzte nur noch im Zweifelsfall zu Rate gezogen werden. Allgemein werden nur noch Menschen die auch wirklich krank sind, weil es Ihnen eine App empfohlen hat, zum Arzt gehen. Sensorik an unserer Kleidung und der Haut wird die Datenquelle sein. Eine Quelle um die Hersteller und Dienstleister konkurrieren werden. Die größte medizinische Bedeutung hat und wird aber die Impulsübersetzung von unseren Nervenzellen in elektromechanische Systeme haben. Hier steht die unmittelbarste Mensch-Maschine-Kollaboration bevor. Prothesen, Exo-Skelette und künstliche Organe werden mittels Bioelektronik eingeschränkten Menschen helfen und Leben retten können.

Unwissenheit und Geschwindigkeit
Der Referent sagt: „Viele Politiker und Unternehmer haben Befürchtungen gegenüber der Digitalisierung und ihrer Auswirkung auf die Arbeits- und Lebenswelt“. Deshalb schloss Christian Baudis seinen Vortrag auch mit den mahnenden Worten: “Die Größte Gefahr der Digitalisierung ist die Unwissenheit.“

In seinem Schlusswort machte BERA Geschäftsführer Bernd Rath, zudem auf die Geschwindigkeit aufmerksam, mit der die genannten Entwicklungen voranschreiten. Er betonte, dass in Zeiten des Wandels Reaktionsfähigkeit und Agilität wichtige Eigenschaften sind. Wenn Künstliche Intelligenz und Quantencomputer uns in der Zukunft viel Arbeit abnehmen werden, sieht Rath die Kreativität als wichtigste Fähigkeit des Menschen an.

Mit den Köpfen voller neuer Impulse und Gedanken zur digitalen Gegenwart bzw. Zukunft tauschten sich die Teilnehmer des BusinessForums, bei Häppchen, kühlen Getränken und Kaffeespezialitäten, noch bis in den späten Abend aus.

Der Referent
Der ehemalige Google-Deutschlandchef Christian Baudis ist seit über 20 Jahren in leitenden Positionen in der europäischen Digitalbranche tätig. Baudis gründete erfolgreich mehrere Startups und leitete führende Internet- und Medien-Unternehmen in Europa als Vorstand, Geschäftsführer und Aufsichtsratsmitglied. Heute ist er als international tätiger Startup-Scout und Referent aktiv.

Die Initiatoren
Das BusinessForum wird seit vielen Jahren erfolgreich von der Sparkasse Schwäbisch Hall - Crailsheim, dem Wirtschaftsmagazin RegioBusiness und dem HR-Spezialisten BERA ausgerichtet. Die drei Veranstalter präsentieren innovative Themen, hochkarätige Referenten und bieten wertvolle Impulse sowie ein lebendiges Netzwerk für Unternehmensvertreter.
BF CR Voith Mensch Maschine Kollaboration Initiatoren
v.l. Peer Ley (Marketingleiter der RegioBusiness), Christian Baudis (Referent), Bernd H. Rath (Geschäftsführer der BERA GmbH) und Klaus Ehrmann (Vorstandsmitglied der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim)


Kurzprofil BERA
Das Leistungsspektrum des inhabergeführten und wirtschaftlich unabhängigen HR-Dienstleisters BERA GmbH reicht von der klassischen Zeitarbeit über die Personalberatung sowie die Vermittlung bzw. Überlassung von Fach- und Führungskräften bis zum Management von Master Vendor- und On-Site-Projekten. Zum Unternehmen gehören außerdem die MEDICALBERA, das Erste Deutsche Zentrum für Leistungsmanagement sowie das unternehmenseigene Schloss zu Hopferau.
Die BERA versteht sich als Arbeitsmarktgestalter und strategischer Partner mit nachhaltigen HR-Lösungen, von denen Kunden wie Mitarbeiter gleichermaßen profitieren. Auf Grund ihrer werteorientierten Firmenphilosophie sowie hohen Service- und Beratungsqualität wurde die BERA bereits mehrfach von unabhängigen Institutionen ausgezeichnet.
Mit Standorten im Allgäu, Bad Mergentheim, Crailsheim, Eisenach, Heilbronn, Hohenlohe, Ingolstadt, Obersontheim, Rothenburg o.d.T., Schwäbisch Hall und Wertheim gehört die BERA zu den größten Arbeitgebern Heilbronn-Frankens.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bera.eu oder direkt über:
                   
BERA GmbH 
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